Haushaltspräsentation CSU vom 24.07.2019

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Stadtratsitzung 17.04.2019

In der gestrigen Stadtratsitzung gab es interessante Punkte zu besprechen.

Aus diesem Grunde waren auch viele Bürger als Zuhörer gekommen.

Neben der Kindergartenbedarfplanung, der Änderung des Bebauungsplanes "Wörth West" und die künftige Förderung des Mainländefestes gab es noch 3 intensiv besprochene Themen.

 

Neubau des Kreisels an der Zufahrt zur B469 am Gewerbegebiet Weidenhecken:

Im Frühjahr 2019 sollte der Startschuss für den Kreisel schon gegeben sein. Doch es verzögerte sich durch weitere Planungen. Nach konkreter Nachfrage von Peter Laumeister (CSU) wird der Baubeginn nun im September 2019 sein.

 

Stationierung der Churfrankenfähre:

Es geht um die Fähre die ursprünglich zwischen Niedernberg und Sulzbach eine Verkehrsvebindung jahrzehntelang war. Die Fähre war von einer Familie erworben worden. In den letzten Jahren hat sich ein Verein "Churfrankenfähre e. V." gegründet, die diese Fähre als Vereinszweck offensichtlich geschenkt

oder überlassen bekommen hat. Die Fähre wurde mit privaten Investoren und viel Eigenregie restauriert.

Nun geht es darum wo die Fähre in Zukunft liegen soll. Da gab es eine Anfrage an das Wasserschifffahrtsamt Aschaffenburg. Ein Vorschlag war der Liegeplatz neben dem Schiffermast mainaufwärts. Der Schiffer- und

Fischerverein Wörth war offensichtlich nicht in die Gespräche eingebunden, so zumindest die Aussage des Vorsitzenden in der Sitzung zur Überraschung aller Stadträte. Eine Anbindung an das Schifffahrtsmuseum wurde von den Verantwortlichen als nicht sinnvoll angesehen. Eine Entscheidung hätte in der Sitzung fallen können, doch Bürgermeister A. Fath forderte die Beteiligten nochmals auf, sich diesbezüglich auszutauschen - somit wurde eine Abstimmung vertagt.

 

Kinderbetreuungskapazitäten für die Zukunft - Grundsatzentscheidung Neubau oder Anbau ?

Das war der wichtigste Punkt in der Sitzung. Die erste Vorstellung hierzu fand durch das Ingenieurbüro Johann und Eck im Oktober 2018 statt. Es wurden verschiedene Varianten eines Anbaus und eines Neubaus dargestellt. Einzig bei den Zuschüssen war innerhalb des Vortrages durch die Fachplaner

klar - da kann was nicht stimmen. Die Zeichen standen im Oktober 2018 klar auf einen Anbau. Nur durch einen Antrag der CSU-Fraktion wurde das Thema Neubau nochmals gerechnet und zwar konkret die Zuschüsse hierzu.

Denn klar war dass ein Neubau wesentlich höher gefördert wurde als ein Anbau.

Somit blieb am Ende von den Gesamtkosten, nach Abzug der staatlichen Zuschüsse für den

Neubau an Eigenmitteln von 1.069.900 EUR übrig (3 Gruppen, erweiterbar um 1 Gruppe für die Zukunft).

Ein geplanter Anbau an der Triebstraße hätte 1.145.800 EUR an Eigenmittel verschlungen. Also mehr Eigenmittel als der Neubau - UND KEINE Möglichkeiten der Erweiterung für die Zukunft. Zudem wäre bei einem Anbau an der Triebstraße ein Großteil der Außenfläche weggefallen, ein Herzstück der qualifizierten Kinderbetreuung in dieser Einrichtung. Desweiteren wäre bei einem Anbei ein Bistro zur Einnahme von Essen für die Kinder mit 54 Plätzen (!) entstanden.

Schon alleine der Lärmpegel hieraus lässt kein Wohlfühleffekt zu.

Der Mehrzweckraum in der Triebstraße hätte dann für die doppelte Kapazität herhalten müssen - also im Umkehrschluss jedes Kind hätte bei einem Anbau

nur noch 50 % Nutzung in dem Mehrzweckraum gehabt - die Qualität der Betreuung in dem Bereich hätte rapide abgenommen.

 

Für die CSU ist der Neubau in den Punkten

* Qualität der Betreuung von Quantität

* Zukunftige Erweiterungen möglich und somit zukunftsfähig extrem wichtig.

 

Aus dem Grunde haben wir immer wieder auf den Neubau gepocht und diesen

auch favorisiert.

 

Eine umfassende Stellungnahme des Personals lag ebenso vor wie eine des Personalrates und des Elternbeirates - die allesamt auch den Neubau favorisieren.

 

Somit haben sich alle Fraktionen für diese Idee begeistern können und dem Neubau einstimmig zugestimmt. Ein weiterer Meilenstein für die Zukunft in der sehr guten Kinderbetreuung unserer Stadt Wörth.

 

                                                                                                 Wörth am Main, 05.04.2019

 

Klarstellung zum Main-Echo Artikel bzgl. der Torfeldstraße vom 05.04.2019

Nachdem der Zeitungsartikel vom Freitag im Main-Echo nur widersprüchliche Aussagen bietet und von der Sichtweise der CSU-Fraktion im Wörther Stadtrat stark abweicht, hier ein paar Fakten zum Sachstand:

  1. Am 19.02.2018 beschloss der Bau- und Umweltausschuss (BUUA) des Stadtrates ein einseitiges Halteverbot in der Torfeldstraße zu testen. Dieser Beschluss wurde von der Verwaltung zunächst nicht umgesetzt. Stattdessen gab es auf Drängen der Anwohner eine Anwohnerinformation im Rathaus. Dabei stellte der erste Bürgermeister Andreas Fath fest, dass die aktuelle Parksituation wegen der zugeparkten und damit nicht frei begehbaren Gehwege und der durch die parkenden Fahrzeuge für Rettungsfahrzeuge und Feuerwehr blockierten Fahrbahn nicht weiter hinzunehmen sei.
    Damit käme zur Lösung nur das einseitige Halteverbot oder ein verkehrsberuhigter Bereich („Spielstraße“) in Betracht. Nach vielen Argumenten gegen das Halteverbot meinte er herauszuhören, dass die Anwohner wohl mehrheitlich für einen verkehrsberuhigten Bereich seien.
  2. Bis zum Mittwoch den 13.03.2019 gab es weder im BUUA noch im Stadtrat einen Beschluss über die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs. Trotzdem erhielten die Anwohner bereits ein Schreiben, in dem die Einrichtung des verkehrsberuhigten Bereichs angekündigt wurde und bereits die Platzierung der Parkplätze eingezeichnet war. Auf mehrfache Nachfrage von Stadtrat Peter Laumeister wurde deshalb per Tischvorlage in der Sitzung des BUUA am 13.03.2019 ein nicht bindender Empfehlungsbeschluss im Stadtrat zur Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone in der Torfeldstraße gefasst.
  3. Am vergangenen Mittwoch den 27.03.2019 stand nun der Beschluss des Stadtrates regulär auf der Tagesordnung. Nach einer ausführlichen Darstellung der aktuellen Situation durch Herrn Laumeister hat der Stadtrat mit 9:6 Stimmen gegen den Empfehlungsbeschluss des BUUA gestimmt und damit beschlossen, keinen verkehrsberuhigten Bereich in der Torfeldstraße einzurichten. Von einer Verschiebung des Beschlusses bis zur Fertigstellung der Odenwaldstraße war dabei zwar seitens Stadtrat Steffen Salvenmoser kurz die Rede, dem wollte der Bürgermeister aber nicht nachgeben und hat so auf eine eindeutige Entscheidung für oder gegen die „Spielstraße“ gedrängt. Eine erneute Befragung der Anwohner wurde weder beschlossen noch angesprochen und macht aufgrund des vorliegenden Beschlusses auch gar keinen Sinn.

Warum der erste Bürgermeister nach dem von ihm forcierten Stadtratsbeschluss erneut die Anwohner durch ein Schreiben zur Rückmeldung bezüglich Ihrer Präferenzen zur Neuregelung der Verkehrsregelung in der Torfeldstraße aufgerufen hat, erschließt sich uns nicht.

Noch ein paar Anmerkungen zu den Gegebenheiten in der Torfeldstraße:

  • Nach Aussage der Polizei liegen keine Gehwege, sondern sog. Seitenstreifen vor. Seitenstreifen dürfen nicht befahren werden und müssen zum Parken genutzt werden.
  • Eine Voraussetzung für die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereiches ist, dass gerade kein Gehsteig vorhanden ist.
  • Der Stadtrat hat einen Umbau der Seitenstreifen zu Gehwegen durch Erhöhung oder Abgrenzung wegen der hohen Kosten ausgeschlossen.

Nun sind wir sehr gespannt, wie es weitergeht. Dass die aktuelle Situation wegen ungenügenden Passierbarkeit für Rettungskräfte und Feuerwehr nicht weiter hingenommen werden kann, bezweifelt im Stadtrat niemand.

Die CSU Fraktion hat deshalb in der letzten Stadtratssitzung vorgeschlagen, die Anwohner der Torfeldstraße auf die Regeln zum korrekten Parken auf dem Seitenstreifen hinzuweisen, die Geschwindigkeit auf 20km/h zu reduzieren und an den wenigen Engstellen Parkverbote durch Kennzeichnung auf dem Seitenstreifen zu realisieren. Dazu wollte der Bürgermeister allerdings in der Sitzung nicht eingehen.

 

Für die CSU-Fraktion

Peter Laumeister

Stadtrat

Mitgliederversammlung 26.03.19

„Opposition ist ein schweres Stück Arbeit!“ - so formulierte Stadtrat Jochen Dotzel die Situation der CSU im Wörther Stadtrat anlässlich der Hauptversammlung.


Der CSU-Ortsvorsitzende André Arnheiter berichtete über die vielen und gut besuchten Veranstaltungen in den zurückliegenden zwei Jahren. Neben aktuellen Themen kam auch das gesellige Zusammentreffen nicht zu kurz. Sowohl im Ortsverband als auch im Stadtrat braucht es engagierte Mitstreiter, eine Menge Zeit, Geduld, Erfahrung und Motivation für Recherchen und Informationserlangung. Fundierte Kritik, Ideen und Anregungen führten dann zwar häufig zu zielführende Beschlüssen im Ratsgremium - eine zeitgerechte Umsetzung allerdings sei damit noch lange nicht garantiert, so die Kritik an der momentanen Ortspolitik. Im Rückblick verwies Arnheiter auf den Stellenwert der gesellschaftlichen Aktivitäten und das Engagement für die Belange der Bürger in der Stadt.


Breiten Raum in der Diskussion nahm die Unterstützer-und Mitgliederwerbung ein. „Wir müssen der jungen und mittleren Generation noch viel mehr Aufmerksamkeit widmen“, so der ehemalige Kreishandwerksmeister und Stadtrat, sowie amtierender Kreisrat Erich Stappel. Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel führte aus, der CSU-OV muss als Ideen-Pool punkten und seine Vielseitigkeit und Durchsetzungskraft unter Beweis stellen. Aus der Versammlung wurde von Sebastian Guzy angeregt, künftig pro Jahr mindestens zwei Bürgerinfos der Bevölkerung in Wörth anzubieten.


Die Kassiererin Karin Aulbach berichtete von einer guten Kassenlage, womit die Kommunalwahlen 2020 erfolgreich bestritten werden können. Die unter der Leitung von Christopher Jany durchgeführten Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis:

Einstimmig wiedergewählt wurde:

André Arnheiter zum 1. Vorsitzenden.

Seine zwei Stellvertreter sind:

Sebastian Guzy und Burkard Wöber.

Kassiererin bleibt Karin Aulbach.

Schriftführer ist nun Erwin Dotzel.

Es wurden weitere acht Beisitzer für die Vostandschaft und fünf Delegierte für die Kreisvertreterversammlung, sowie fünf Ersatzdelegierte gewählt.

In einer Schlussrunde wurde noch die Wichtigkeit der Europawahl am 26. Mai  2019 diskutiert. Der Ortsvorsitzende sagte, dass es zu einem vereinten Europa keine Alternative gibt und wir unsere Zukunft nicht den Populisten von links und rechts überlassen dürfen. Der gute Geist in der Ortshauptversammlung macht Hoffnung auf Erfolg in den kommenden Jahren.

27.03.19 SG

Einladung zur Mitgliederversammlung am 26.03.2019 um 19:30 Uhr im Weingut am Gleis
Einladung_Mitgliederversammlung.pdf
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Stadtrat-Sitzung am 20.02.2019 der Stadt Wörth

Pressebericht Main-Echo vom Freitag 22.02.2019 – gilt das gesprochene Wort ?

 

In der letzten Stadtrat-Sitzung fand sich in der vorher  veröffentlichten Tagesordnung ein wirklich interessanter Punkt. Nämlich das Thema „Erweiterung der Kinderbetreuungskapazitäten“.  

 

Zu diesem Thema gab es schon einige Sitzungen. In der letzten entscheidenden Sitzung hierzu, die fand am 17. Oktober 2018 statt, stellte uns das Büro Eck mehrere Varianten vor mit groben Berechnungen von etwaig zu erwartenden Zuschüssen. Schon nach kurzem Überschlagen der Werte waren diese Zuschussberechnungen nicht schlüssig . Das war zu dem Zeitpunkt auch nicht tragisch, die Werte waren wie gesagt damals grob vorausberechnet. Eine endgültige Entscheidung ob es jetzt zu einem Anbau oder Neubau kommen soll, konnte nicht fallen. Die Verwaltung und alle anderen Fraktionen tendierten bereits zu einem Anbau größeren Ausmaßes an der KITA I (Triebstraße). Die CSU-Fraktion stellte den Antrag dass ein Neubau nochmals neu berechnet wird und vor allem die zu erwartenden Zuschüsse  hieraus exakt gerechnet werden.

 

Nun in der Sitzung vom 20.02.2019 war es leider nicht möglich dass diese Werte vorlagen, und das beim dringendsten Thema.  Aus diesem Grunde wurde der Punkt zu Beginn der Sitzung runtergenommen von der Tagesordnung.

Warum es  in 4 Monaten nicht möglich ist (vom 17.10.2018 ausgehend) diese dringend benötigen Berechnungen vorzulegen, können wir  leider  nicht begründen.  

 

Also kurzum – der Punkt “Erweiterung  der Kinderbetreuungseinrichtungen“ wurde kurz nach Beginn der Sitzung vom 22.02.2019 von der Tagesordnung genommen.

 

Verwundert rieben sich sicherlich alle Stadträte die Augen, als sie das Main-Echo vom Freitag 22.2.19 aufschlugen. Der Hauptbericht der Stadtratsitzung war das Thema Kindertagesstätten. Natürlich keine neuen Erkenntnisse sondern bisherig schon berichtetes.

 

Eine Berichterstattung  über eine Stadtratsitzung sollte das „gesprochene Wort“ widergeben.  Und ein Verhandeln über diesen Punkt hat es nicht gegeben. Einzig auf Nachfrage eines SPD-Stadtrates hat der Bürgermeister das bisher bekannte von sich gegeben. Leider nichts Neues – obwohl die Zeit sehr drängt. Wie auch bei den übrigen Themen wie beispielsweise „Übernahme Pfarrzentrum“ durch die Stadt Wörth. Auch in diesem Punkt steht die CSU-Fraktion von Anfang auf dem Standpunkt, dass die Stadt Wörth dieses übernehmen muss. Und auch hier gibt es deutliche zeitliche Verzögerungen, die der Sache an sich nicht förderlich ist.

 

Wir hoffen nur dass künftig die dringendsten Themen mit Hochdruck bearbeitet werden. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stadtrat-Sitzung am 12.12.2018

 

Am vergangenen Mittwoch gab es eine interessante Stadtratsitzung. Für das Jahr 2017 wurde die endgültige Rechnungslegung vorgelegt, so spät wie selten zuvor. In Summe gibt es eine positive  Planabweichung von 335.771 EUR, doch wird für außerplanmäßige Zuführungen an den Vermögens-haushalt und vor allem  für die Ausgleichsrücklage wegen Steuermehreinnahmen verwendet.  Die Sachkosten wurden sehr exakt geplant (Abweichungen nach unten 0,1 bzw. 0,3 %), bei den Personalkosten konnten 2,3 % eingespart werden. Die Verschuldung ist nach wie vor sehr hoch, liegt aber noch im planmäßigem Bereich.

Intensiver wurde der Nachtragshaushalt beleuchtet. Insbesondere der Überblick über das aktuell entstehende Gewerbegebiet Weidenhecken war interessant. Von den rund 25 ha Flächen hat die Stadt Wörth 10,18 ha in ihrem Besitz. Über die Hälfte (5,46 ha) müssen verkauft werden um zu einer Kostendeckung zu kommen. Und das soll bis 2020 umgesetzt sein, also in gut einem Jahr. In dem Punkt müssen alle Kräfte gebündelt werden um dieses Ziel zu erreichen. Hier stellt sich die Frage ob dies mit einem professionellen Vermarkter besser zu erreichen ist als alles selbst zu machen.  Gegenüber dem Haushaltsplan läuft es auch hier bei den Istzahlen besser. Doch man muss genau hinschauen. Denn es wurden Einnahmen in 2018 schon generiert die erst in Folgejahren geplant waren, zudem wurden immer wieder Ausgaben die geplant waren in Folgejahre geschoben. Der Schuldenstand wird sich bei 9,7 Mio. EUR einpendeln, was einem Durchschnitt von 2.086 EUR pro Einwohner der Stadt Wörth bedeutet. Der Bayerische Landesdurchschnitt liegt bei 598 EUR, somit sind wir in Wörth um 348 % drüber. Insofern ist natürlich auch in Folgejahren absolute Haushaltsdisziplin angesagt. Der Nachtragshaushalt 2018 wurde wie auch die Rechnungslegung einstimmig gebilligt bzw. genehmigt.

 

Ein weiterer heißer Punkt war die Vergabe der Baugewerke des Bauhofes. Der Planer Bertwin Kaufmann hatte wie schon bei vorherigen Planaufträgen ein gutes Händchen. Die Kostenberechnungen lagen bei 2,019 Mio. EUR. Die Angebote ergaben 1,909 Mio. EUR. Alle waren erleichtert, die Einsparung von 110.000 EUR war erreicht. Doch in der Planung ist der Bauhof leider nur mit 1,6 Mio. EUR berücksichtigt. Somit sollte der Stadtrat laut Verwaltung außerplanmäßige Ausgaben billigen. In der Sitzung ergab sich eine erst hitzige aber dann konstruktive Diskussion. Die SPD wies auf den außerplanmäßigen  Tatbestand hin, Peter Laumeister bat darum darüber nachzudenken,  das haushaltsrechtliche Dilemma zu beseitigen. Man einigte sich auf eine nachträgliche Erhöhung  der Verpflichtungsermächtigung um weitere 300.000 EUR im Nachtragshaushalt, der kurz vorher beschlossen wurde. Da stellen sich dem neutralen Betrachter schon zwei Fragen: 1. Warum wurde dies nicht im Vorfeld geklärt? 2. Musste der Nachtragshaushalt für 2018 im Dezember 2018 behandelt werden oder hätte er auch im Januar 2019 beschlossen werden können ? Den Stadträten ist in dem Punkt kein Vorwurf zu machen, die Unterlagen wurden sehr kurzfristig zur Verfügung gestellt. Im Nachgang dann meist noch mit Änderungen.  Noch nicht in den Ausschreibungen waren die noch ausstehenden Außenanlagen.

 

Dennoch ist die CSU-Fraktion sehr froh, dass es nun endlich losgehen kann – laut Aussage von Herrn Kaufmann im Februar/März 2019, je nach Wetterlage.

Die CSU-Fraktion 

Bericht der Stadtratsfraktion zur Stadtratssitzung vom 17.10.2018

 

Stadtrat-Sitzung 17.10.2018

 

Schon die Tagesordnung lies eine gewisse Brisanz erkennen, von daher war das Interesse der Wörther Bürgerinnen und Bürger recht groß. Unter anderem ging es um ein Konzept für die Zukunft des städtischen Friedhofes und die Erweiterungen der Kindergarteneinrichtungen.

 

Zu Beginn der Sitzung fragte unser 3.ter Bürgermeister Peter Laumeister nach warum das Thema „Pfarrzentrum“ nicht in Gänze im öffentlichen Teil behandelt wird. Bürgermeister A. Fath antwortete daraufhin, dass ein Teil im öffentlichen Teil besprochen wird, nämlich die Berührung mit den Kindergarteneinrichtungen zu dem wir später kommen.

 

Ein weiterer Punkt war das Ausscheiden aus der Fraktion der FW von Heiner Hennrich, der 23 Jahre Mitglied der FW-Fraktion war. Heiner Hennrich ist aus persönlichen Gründen ausgeschieden. Damit einhergehend scheidet er auch aus dem Bauausschuss aus, dem er angehörte. Unser CSU-Stadtrat Karlheinz Scherf lobte ausdrücklich die Fachkenntnis und Zusammenarbeit mit H. Hennrich, bedankte sich bei ihm auch dafür  und plädierte,  dass H. Hennrich weiter im Bauausschuss verbleibt. Doch die Fraktion der FW entschied sich für Martin Ferber als neues Mitglied im Bauauschuss für die verbleibende Periode (bis März 2020).

 

Neues Konzept für den Friedhof:

 

 

Das Büro Trölenberg & Vost aus Aschaffenburg (Landschaftsarchitekten) wurden von der Stadt beauftragt sich mit der künftigen Entwicklung des Friedhofes zu beschäftigen. Die Gründe sind hierfür

- Bestattungskulturen ändern sich

- Urnenplätze sind rar, nur noch wenige im Columbarium sind vorhanden

- Statistisch sind in den nächsten 5 Jahren weitere 80 Urnenplätze notwendig

 

Das vorgestellte Konzept dient als Ideensammlung. Beinhaltet sind weitere Urnenwände mit beidseitigen Urnenkammern,  vorgesehen am alten Friedhof, ein Urnengarten und ein Friedwald. Zudem wurde die Neugestaltung des Vorplatzes der Kapelle vorgestellt, Wegeerneuerung, Grünstreifen und Baumbepflanzungen. Sollte alles umgesetzt werden laut dem Konzept kostet das 241.671 EUR brutto. Ein großer Brocken, den die Stadt vorfinanzieren muss und über die kommenden Jahre durch Belegung der Gräber refinanziert bekommt. Wir sind gespannt, was der Stadtrat davon umsetzt.

 

Erweiterung der Kindergartenbereuungseinrichtungen:

 

Das wohl am heißesten diskutierte Thema an diesem Abend. Es ist natürlich sehr erfreulich dass die Stadt in dem Bereich investieren muss, eine Investition in unsere Kinder. Ein schlüssiges Kindergartenkonzept hatten wir von der CSU-Fraktion schon länger eingefordert. Das Architektenbüro Johann und Eck aus Bürgstadt wurde von der Stadt beauftragt, dieses wirklich komplexe Thema zu beleuchten. Herr Farrenkopf und Frau Eck legten sehr gute Ausarbeitungen schon im Vorfeld vor, so dass sich die Fraktionen umfassend damit beschäftigen konnten. In Wörth haben wir die KITA I (Kleine Strolche, Triebstraße mit 2 Kindergartengruppen und 2 Krippengruppen) und die KITA II (Rasselbande, Pfarrer-Adam-Haus-Straße mit 3 Kindergartengruppen und 1 Krippengruppe).

 

Es ging um insgesamt 4 Varianten die untersucht wurden, hier im Überblick:

 

-> Variante 1: Anbau an beiden bestehenden Kindergarteneinrichtungen,

                       Restbelastung Stadt ca. 1.294.500 €

-> Variante 2: Neubau in der Bayernstraße, Restbelastung Stand 1.638.000 €

-> Variante 3: Anbau nur an KITA I, Restbelastung 950.000 €

-> Variante 4: Einbau von 2 Krippengruppen im Pfarrzentum, Restbelastung Stadt 1.238.000 €

     

Die Restbelastungen der Stadt sind defensiv gerechnet, das Büro hat mit 60 % Zuschüssen kalkuliert. Tatsächlich gibt es für Kindergartenausbauten 60 % plus X Förderung und für Krippenplätze 90 % plus X an Förderungen. Dieser Punkt wurden von den Stadträten Laumeister und Feyh auch intensiv hinterfragt. Fazit ist, dass eine exakte Förderung in Geld und Prozenten erst nach Entscheidung des Stadtrats, welche Variante zum Zuge kommt, im Detail gerechnet werden kann. Wir hoffen, dass sich die vorgestellten Restbelastungen deutlich nach unten bewegen werden.

 

Seit Frühjahr 2018 ist klar, dass sich die Kirche vom Pfarrzentrum trennen möchte. Diverse Gespräche haben bereits stattgefunden. Von daher hatte die Idee den Ausbau mit den Kindergarteneinrichtungen zu kombinieren einen gewissen Charme. Doch durch die Untersuchungen der kompetenten Fachleute war das schnell kein Thema mehr. Somit war Variante 4 gleich vom Tisch.

 

Übrig blieb der Neubau in der Bayernstraße, Variante 2. Die ebenfalls anwesenden Kindergartenleiterinnen plädierten hierfür um zum einen genügend Flächen + Plätze zu haben für die Zukunft, zum anderen auch einen ungestörten Ablauf zu garantieren in der Bauphase. Dagegen spricht die hohe Restbelastung. Hier brachte Stadtrat Feyh den Vorschlag mit möglichst wenig Aufwand nur das Thema „Bezuschussung“ nochmals zu untersuchen.

 

Der Favorit bei allen Fraktionen war wohl die Variante 3, Anbau an KITA I. Dieser sieht vor je eine Krippengruppe und eine Kindergartengruppe anzubauen, so dass am Ende eine sehr große Einrichtung mit 3 Krippengruppen und 3 Kindergartengruppen entsteht. Der Anbau würde laut den Architekten den Betriebsablauf im Gebäude nicht entscheidend stören, nur das Außengelände wird in Mitleidenschaft gezogen in der Bauphase.

 

Zudem ging es noch um eine "Zusatzmaßnahme", Erweiterung in KITA II und zwar der Essensbereich. Auch hier würden laut Planung 215.000 EUR anfallen. Die Fördermöglichkeiten sind hierfür überhaupt noch nicht ausgelotet.

 

Im Finanzplan sind 223.000 EUR bisher eingestellt als Haushaltsmittel hierfür. Diese Position reicht auf jeden Fall nicht aus, um die Finanzierung sicher zu stellen.

 

Am Ende einigte man sich einstimmig darauf die Variante 2 nur bezüglich der Zuschüsse nochmals im Detail zu rechnen und die Variante 3 in Gänze anzugehen.

 

Wir sind gespannt wie das im Haushaltsplan abgebildet werden kann. 

 

 

 

 

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